Bürgermeister Stephan Hinz ist vom innovativen Charakter des Projektes überzeugt: „Ich freue mich, dass wir durch diese Kooperation sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch Unternehmen in Budenheim eine innovative und umweltfreundliche Mobilität bieten können. Ein solch zukunftsweisendes Angebot ist sonst häufig nur in Großstädten zu finden.“

Laut Vorstand Jörg Gräf haben die Gemeindewerke Budenheim das Projekt von Anfang an unterstützt. „Wir haben bereits frühzeitig durch die Anschaffung eines e-Fahrzeugs auf CO2-freie Mobilität gesetzt. Durch die Kooperation mit der UrStrom eG ist es uns nun möglich, dieses Fahrzeug auch Bürgern und Unternehmen zur Nutzung im Carsharing-Betrieb zur Verfügung zu stellen. Als Dienstleister für die Budenheimer Bürger und Unternehmen können wir so einen Beitrag für eine nachhaltige Mobilität leisten und den Einstieg in ein e-Carsharing für Budenheim ermöglichen“, so Gräf.

Angestoßen hat das Projekt die e-Carsharing-Initiative Budenheim im Jahr 2019. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verkehrswende durch die gemeinschaftliche Nutzung von e-Autos voranzubringen und so den öffentlichen Raum von parkenden Autos zu entlasten. In einer Online-Umfrage im Frühjahr 2019 hatten über 70 Bürger und Bürgerinnen Interesse bekundet und sich offen für die Idee gezeigt, den eigenen (Zweit-)Wagen abzuschaffen. Klaus Neuhaus von der Carsharing-Initiative Budenheim: „Nach der sehr positiven Resonanz auf unsere Carsharing-Initiative freuen wir uns, dass jetzt ein Fahrzeug zum e-Carsharing bereitsteht, so dass Bürger und Bürgerinnen dieses kennenlernen und als Teil ihrer Mobilität nutzen können.“

Die Entscheidung, die UrStrom eG als Anbieter des Carsharings auszuwählen, fiel aufgrund der Erfahrung und des leistungsfähigen Angebotes zu Gunsten der Mainzer Genossenschaft. Klaus Grieger, Projektleiter der UrStrom eG, erläutert: „Die Nutzung des Fahrzeugs mit unserer Handy-App ist sehr einfach und komfortabel. Darüber hinaus bieten wir verschiedene Tarife für Einzelpersonen, Familien, den kommunalen Einsatz und für Unternehmen. So finden viele verschiedene Nutzertypen bei uns Angebote, die zu ihrem Mobilitätsverhalten passen. Wir freuen uns darauf, mit den Bürgerinnen und Bürgern und unseren Partnern weitere Standorte in den Quartieren zu entwickeln.“

Zu den ersten Nutzern des neuen e-Carsharing-Angebotes zählen die Mitarbeiter des Sozialdienstleisters Lebenslagen in Budenheim. Geschäftsführerin Irene Alt ist bereits seit längerem begeisterte Elektroauto-Nutzerin. „Das überzeugende Argument ist für mich die Möglichkeit, CO2-frei mobil sein zu können. Mit dem UrStromMobil-Firmenkunden-Tarif können unsere Mitarbeiter flexibel auf alle UrStromMobil-Fahrzeuge in Rheinhessen zugreifen - dadurch sparen wir Kosten für einen eigenen Fuhrpark und der Aufwand für die Abrechnung privater PKW entfällt.“

Den Start der neuen e-Carsharing-Station begrüßen auch die Budenheimer Bürgerinnen und Bürger, die das Projekt mitinitiiert haben. Uschi Engers, die gemeinsam mit ihrem Mann leidenschaftlich gern Rad fährt, sieht für sich in dem großen Elektrofahrzeug noch einen zusätzlichen Vorteil: „Wenn wir mit mehreren Freunden auf längere Tour gehen wollen, mieten wir uns einfach diesen 7-Sitzer als Bus.“ Magda Dewes, die seit 1988 Mitglied der Budenheimer Grünen ist, freut sich, dass sich durch die Kooperation mit der UrStrom eG die Idee eines e-Carsharing so problemlos und rasch umsetzen ließ.

Die Ausweitung des e-Carsharing in Budenheim ist schon konkret geplant: In einem zweiten Schritt realisieren die Gemeindewerke und die UrStrom eG eine e-Carsharing-Station an der TGM-Halle in der Finther Straße. Weitere UrStromMobil-Fahrzeuge sollen nach Bedarf an verschiedenen Standorten hinzukommen.

Die eigentliche Arbeit hat jedoch mit dem heutigen Tag erst begonnen“, unterstreicht Klaus Grieger in seiner Eröffnungsrede. „Im nächsten Schritt möchten wir den Kontakt zu den Budenheimer Bürgern noch mehr intensivieren. Denn wir merken, dass wir hier am richtigen Ort sind: Der Wille zur Veränderung ist überall spürbar.“ Jörg Gräf bringt es abschließend auf dem Punkt: „Ich sehe die Nachhaltigkeit als unser Schwerpunktthema, um den Klimaschutz in unserer Gemeinde zu realisieren.“